Tips und Tricks zum Stricken mit der Strickmaschine

Da ich selber seit kurzem eine Strickmaschine besitze, weiß ich, wie schön es ist, wenn man bei Problemen Freunde hat, die mit Rat und Tat (und manchmal auch mit Trost und einem kleinen Schubs) zur Seite stehen. Damit Ihr auch dann nicht die Krise bekommt, falls niemand in Eurem Bekanntenkreis eine Strickmaschine hat, sammle ich hier meine Erfahrungen :-)



Fallmaschen und Anfängerprobleme

Hierzu eine Mail, die Alfred zu diesem Thema geschrieben hat und die ich dankenswerter Weise zitieren darf:

Hallo Ihr Lieben da draußen, also als Nochanfänger kann ich ja mal sagen, wo ich die Fehler bei mir machte.

Fallmaschen:

Bei der Fadenspannung habe ich wirklich lange gebraucht um da das Gefühl hinzukriegen , zu Anfang war die viel zu locker. Besser mit etwas mehr Spannung anfangen, dann kann man immer noch zurücknehmen bis das stricken dann "flüssig" wird.

Auch bin ich zu Anfang viel zu weit über den Rand rausgegangen. 3-4 Finger breit reicht aus und es bildet sich keine Schlaufe an der randmasche die dann viel zu locker wird und dann die 2 oder 3. Masche runterfallen läßt.

Fehlendes Krallengewicht am Rand hat die selben Folgen bei mir gehabt, mit Gewicht zieht die Masche aber schön gleichmäßig zu und sorgt dann dafür daß auch die folgenden Maschen richtig "gezogen" werden.

Bei der Brother habe ich dann die Erfahrungen mit dem Anschlagkamm gemacht. Auch hier muß das Gewicht am Kamm ziehen sonst verhakt sich die Masche mit dem Kamm. Auch mal nachsehen ob die Kammzähne wirkölich alle gerade sind. Ich habe das geprüft, indem ich den Kamm mit dem Maschengitter verglichen habe und die Zähne dann vorsichtig gerichtet habe.

Auch wenn es verrückt klingt, wenn ich beim Üben dann immer noch so Fehler machte, habe ich mich auch mal vor die Maschine hingekniet um zu sehen ob die Nadeln auch gleichmäßig "zupackten". Habe dadurch dann auch gesehen ob die Nadelzungen leicht gingen. War bei 2 Nadeln mal nicht der Rall. Und genau die machten manchmal Fallmaschen. Ein kleiner Tropfen Öl, die Zungen mehrmals auf und zu machen und schon war der Fehler weg.

Auch habe ich zu Anfang viel zu ruckartig das Schloß (Schlitten) geschoben. Habe dann das erst noch geübt indem ich die Fehler erstmal unbeachtet ließ, bis ich ein Gefühl für den Kraftaufwand hatte. Also es üben bis man das Schloß "flüssig" über die Maschine schiebt. Jetzt habe ich dafür so ein Händchen daß ich schon beim schieben merke wenn da was nicht richtig abstrickt.



Weitere Kniffe und Infos zum Thema Strickmaschinen findet Ihr unter im Stricknetz unter der Rubrik Maschinestricken.

Falls Ihr Euch eine Strickmaschine zulegen wollt, lege ich Euch dort das Thema Was man beim Kauf einer "Gebrauchten" beachten muß ans Herz. Ihr dürft jetzt dreimal raten, wer denn bei ebay den Treffer landete, durch den der Absatz "Was wird als Zubehör mitgeliefert? Sind wichtige "Kleinteile", wie Deckerkämme und Gewichte dabei? Wir wissen von einem Fall, bei dem nur das Bett verkauft wurde." zustande kam *grummel*. Inzwischen habe ich aber eine Maschine von Melanie bekommen, die tadellos funktioniert, alles relevante Zubehör hat und mir viel Freude macht.

Es gibt dort sogar eine Anleitung für Socken auf der Maschine - leider nur fürīs Doppelbett. Da muß ich mir wohl selber eine Anleitung für Einbett-Socken basteln. Werde meinem Mann bei Gelegenheit mal mit der Kamera über die Schulter linsen. Jaha, der hat heute Abend (14.10.2002) seinen ersten Socken auf der Maschine gestrickt - er ist der Grund, warum ich nicht so viel Zeit an der Maschine verbringen kann, wie ich gerne möchte: er setzt sich davor und bewegt sich den Rest des Abends nicht mehr weg *grins*. Vielleicht kann mir auch Alfred mit einer Einbett-Sockenanleitung aushelfen.

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