Ostereierfarben - Die ersten Färbeversuche


Das Färben interessiert mich schon länger, auch wenn ich es bisher noch nicht ausprobiert hatte. Am 18.11.2002 habe ich nun meine Neugier nicht länger bezähmen können, als ich noch ein Päckchen mit Ostereierfarben in der Küchenschublade gefunden habe.

Da ich noch einen kleinen Rest meiner störrischen Übungswolle hatte, musste das Experiment nun unbedingt folgen. 160 g Wolle im Kammzug wurden eine Stunde lang in Wasser eingeweicht, damit die Fasern quellen und später besser die Farbe aufnehmen konnten. Je 1 orange und 1 rote Farbtablette wurde in je 250 ml Wasser aufgelöst und je 2 1/2 Esslöffel Essig hinzugefügt (als eine Art Beize). Das Kardenband verteilte ich auf 2 Auflaufformen, träufelte die Farben darüber und drückte die Wolle vorsichtig, um die Farben zu verteilen. Mit Waschpaste ging die Farbe ganz gut wieder von den Händen runter, aber ich werde nächstes Mal trotzdem Handschuhe dazu anziehen *lach*. Beide Formen bei 80°C eine Stunde in den Backofen geschoben zum Fixieren und gewartet. Als die Zeit abgelaufen war, war das verbleibende Restwasser tatsächlich vollkommen klar geworden, wie Bine es prophezeit hatte. Die noch nassen Stränge wurden dann zum Trocknen auf den Wäscheständer im Bad gehängt (im Sommer soll man sie auf keinen Fall in der Sonne trocknen!).

Die Bilder: bunte Wolle auf dem Sofa, Tiggi und diese seltsamen bunten Wollfussel

Ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis bisher nicht. 2 Tabletten für 160 g trockene Wolle ergeben für meinen Geschmack eine viel zu helle Farbe, daher werde ich es evtl. noch einmal mit mehr Farbtabletten bei gleicher oder nur geringfügig höherer Wasser- und Essigmenge probieren. Die Wolle darf nur sehr dünn in die Formen gelegt werden, da sonst die Partien, die unten sozusagen im Wasserbad liegen, kräftiger gefärbt werden (außer man möchte das absichtlich so). Ob das ganze auf Dauer farbecht ist, bleibt abzuwarten. Bine Wollflocke aus der Stricknetzliste meinte, ein Baumwolltuch, das sie mit Ostereierfarben gefärbt hätte, hätte erst toll und später furchtbar ausgesehen. Egal, der Rest wäre sowieso nur sinnlos in der Gegend herumgelegen :)

Zur Zeit ist der Rest der Ostereierwolle bei Susa, die bei kühlerem Wetter ihr Glück am Rad probieren will (Glücksrad?!?)

Inzwischen habe ich mich auf das Färben mit Pflanzen verlegt, das mir deutlich mehr Spaß macht.
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